Jordanien

Unsere Reise führte uns von Amman über Jerash, nach Madaba und ans Tote Meer bis nach Akaba und ins Wadi Rum.
Auf dem Bild siehst du die besuchten Orte.
Hier gehts zum Reisebericht und hier zu den Bildergalerien.

Kurzinfo Jordanien

Beste Reisezeit: Ende Juli - Anfang August
Temperaturskala: Nachts 20 bis 25 Grad, Tag 37-42 Grad
unsere Reisedauer: 2 Wochen
Reiseverlauf: Amman - Jerash - Madaba - Totes Meer - Kerak - Petra - Akaba - Wadi Rum
Highlights: Totes Meer, Petra, Wadi Rum, Rotes Meer
Preisniveau: mittelmässig
Unterkunft Jordanien: ca.43 – 73 CHF pro Zimmer
Eintritt Petra: 45 p.P. CHF

Unsere Unterkünfte

Amman: Burji al arab Madaba: Mariam 30 Euro/Zimmer
Kerak: Al Mujeb 35 Euro/Zimmer
Petra: Al Anbat 40 Euro/Zimmer
Akaba: Al Shula 20 Euro/Zimmer
Akaba: Days Inn 50 Euro/Zimmer

Bilder von Jordanien

Norden

Amman, Hauptstadt

23. - 26. Jul. / 5. und 6. Aug. 2010

Amman, die pulsierende Hauptstadt im nördlichen Teil von Jordanien.

Jerash, Römerstadt

26. Jul. 2010

eine der besterhaltensten antiken Städte und eine der Hauptsehenswürdigkeiten Jordaniens.

Madaba, Mosaikstadt

26. und 27. Jul. 2010

Baden im natürlichen Hamman und Mosaike bestaunen.

Roadtrip gen Süden

Totes Meer

27. Jul. 2010

über den Pilgerweg zum Mount Nebo und nach Bethania bis ans Tote Meer

Kerak - Kings Road

28. Jul. 2010

Besuch im Kerak-Castle, einer Moschee und einem Abstecher ins Dana Natur Reservat.

Felsenstadt Petra

29. Jul. 2010

die weltberühmte Felsenstadt der Nabatäer

Süden

Akaba am Roten Meer

30. Jul. bis 5. Aug. 2010

Akaba, die einzige Stadt von Jordanien mit Anschluss zum Meer.

Wadi Rum

2. und 3. Aug. 2010

Wüste, Übernachtung unter freiem Himmel und Kamelreiten.

Reisebericht

Amman

3.7. bis 26.7. und 5.8. und 6.8.
Mit einer kleinen Verspätung landet der A-319 der Royal Jordanian Airline auf dem Queen Alia Airport in Amman. Mit dem Hotel-Taxi gehts mitten rein ins viertel Downtown ins Hotel Arab Tower. Endlich durfte ich Franzi nach sieben Monaten wieder in die Arme schliessen. Sie ist schon seit ein paar Stunden hier im einfachen Hotel mitten in Amman. Während den ersten zwei Tagen beschränkten sich unsere Ausflüge auf die nähere Umgebung des Hotels und die Organisation der weiteren Reise. In unserem Hotel gabs freien WLAN-Zugang womit sich die Recherche selbst in einem vom Massentourismus verschonten Reiseland, ziemlich bequem bei süssem Chai-Tee erledigen lässt. Der weiter Verlauf war im groben geplant und das Mietauto für fünf Tage organsiert. An dieser Stelle muss ich einfach eine kleine Werbung für den Autoverleih einschalten. Der Service war unkompliziert, guenstig, und auf Wunsch unsererseits wurden wir sogar aus dem hektischen Stadtverkehr chauffiert. Vor uns liegt jetzt der Highway nach Jerash und unsere Fahrt von Nord nach Süd in fünf Tagen beginnt.

Jerash – Ailun - Madaba

Montag, 26.7.2010
Nach einer knappen Stunden fahren wir ins kleine Dörfchen Jerash ein wo wir die gut erhaltenen Überreste der römischen Provinzstadt Gerasa besuchen. Diese Stadt ist so gut erhalten, dass man sich das Leben vor 2000 Jahren mit etwas Fantasie gut vorstellen kann. In unserem Reisehandbuch lesend, was viele geschichtliche Informationen enthält, schlendern wir durch diese faszinierenden Ruinen die Hinweise auf Besiedelung ab etwa 6000v.Ch. geben.

Weiter geht die Fahrt hinunter zum Jordantal Richtung Süden. Immer wieder passieren wir Checkpoints vom Militär, da unsere Route parallel zur Grenze von Israel verläuft. Die anwesenden Militärs sind sehr freundlich und begrüssen uns immer mit einem herzlichen ″Welcome to Jordan″. Generell sind die Jordanier ein freundliches und äusserst hilfsbereites Volk, ganz ohne Erwartung auf Gegenleistung für ihre Dienste. Abgesehen natürlich von Tourenveranstaltern und dergleichen. Hier sollte man immer ein gesundes Misstrauen bezüglich dem Preis⁄Leistungsverhältnis walten lassen.

Madaba

Dienstag, 27.7.2010
Bekannt für seine Mosaike, alle voran die Landkarte von Palästina, welche den Kirchenboden der St.Georgskirche ziert. Ebenso bietet sich hier ein Ausflug zu den heissen Quellen nach Ma'in an.
Unser Hotel in Madaba haben wir schon vorgängig reserviert und mehr oder weniger schnell gefunden; weil es doch schon ziemlich dunkel ist, als wir ankommen. Zu unserer Überraschung ist es ein sehr sauberes Hotel und hat sogar einen Pool. Für knapp 30 Euro das Zimmer mit Frühstück kann man wirklich nicht meckern. Guter Service und ein reichhaltiges Früstücksbüffet.

Nach dem Frühstück fahren wir los nach Ma'in. Die fahrt führt uns durch die trockene, vorwüstliche Landschaft auf dem östlichen Bergrücken des Jordangrabens, wo wir schon Bald den ersten Blick aufs Tote Meer geniessen können. Die Strasse schlängelt sich nun weiter 240m unterhalb des Meeresspiegels zum Hammamt Ma'in. Ein Ort wo etwa 50 heisse Quellen entspringen und die wasserreichste etwa 25m über Felsklippen abstürzt. Nach dem wir den Eintritt bezahlt und uns umgezogen haben, suchen wir uns einen Platz im Schatten, wo sich die Hitze entspannt aushalten lässt. So entspannen wir also in den heissen Quellen und danach im noch heisseren Türkischen Bad. Entspannt und wohlgelaunt fahren wir zurück nach Madaba und essen erst einmal leckere Kebab. Gleich am Dorfeingang besichtigen wir das flächenmässig grösste Mosaik in der Apostel-Kirche. Auf Podesten geht man hier den Seitenwänden entlang, sodass die unglaublich alten und gut erhalten Mosaike gut zu sehen sind. Danach schlendern wir weiter zur St. Georgs-Kirche – erbaut 1896 - mitten in der Stadt, wo das berühmte Mosaik der Palästinalandkarte zu sehen ist. Diese Karte stammt aus dem 6. Jh., ist ca. 15x6m gross und wurde aus 2,3 Millionen Steinen zusammengesetzt. Gut zu erkennen ist Jerusalem mit der Stadtmauer und dem Cardo Maximus. Grosse Teile wurden leider beim Neubau der Kirche zerstört. Unsere Mosaik-Tour geht weiter zum Archeological Park mit verschiedenen Gebäuden und weitern sehr grossen Mosaiken. Gleich am Eingang hängt das älteste Mosiak aus dem 1. Jh. v. Chr. Durch den Park hindurch verläuft die freigelegte römische Strasse Decumanus mit original Pflasterung. Daneben stehen verschiedene Kirchen und die eigentliche Austelllungsfläche. Auch hier geht man auf erhöhten Podesten um einen besseren Überblick zu haben. Langsam drängt die Zeit, wenn wir noch zum Museum wollen. Den Weg dahin zeigt uns ein Jordanier der darauf besteht, dass wir nach dem Museum bei ihm zum Tee vorbei kommen sollen. Das Museum ist leider schon zu, sodass wir gemütlich Richtung Hotel zurück laufen. Auf dem Weg treffen wir wieder den freundlichen Jordanier von vorher und diesmal besteht er auf seine Einladung zum Tee. Mit seinem Kleinbus fahren wir ein paar Strassen aus der Stadt zu einem Wohnquartier. Hier bittet uns Moaab in sein Haus, hoch aufs Dach. Von hier oben hat man laut Moaab die beste Aussicht auf den Sonnenuntergang über der Stadt. Dem war auch so. Bei Tee und interessanten Gesprächen über Schul-, Aus- und Weiterbildung – er selber war Ingenieur mit Lehrermandat – genossen wir den Sonnenuntergang über Madaba.

Pilgerweg und Totes Meer

Mittwoch, 28.7.2010
Noch einmal geniessen wir das sehr leckere Frühstücksbuffet im Hotel bevor mir gegen 10:00 Uhr getankt und mit frischen Früchten eingedeckt Richtung Osten los fahren. Den ersten Halt legen wir am Mount Nebo ein. Hier hat Moses zum ersten Mal das gelobte Land gesehen und soll angeblich auch hier unter der Basilika begraben sein. Von der Basilika sehen wir nicht viel, die ist gerade eingerüstet wegen Renovation. Der Ausblick aber von hier oben hinuter ins Jordantal zum Toten Meer ist fantastisch. Unsere Fahrt geht weiter auf dem einstigen Pilgerweg hinunter ins fruchtbare Jordantal. Das nächste Ziel ist Bethania, die Taufstelle von Jesus. Lange lang dieser Ort im militärischen Sperrbezirk. Da aber die Jordanier wie auch die Israelis den touristischen Nutzen dieses Ortes entdeckten, wurde er zugänglich gemacht und auf beiden Seiten des Jordans ausgebaut. Jährlich kommen Gläubige hier her und lassen sich hier taufen. Alleine kann man auf dem Gelände nicht herum laufen – alles unter militärischer Kontrolle. So reihen wir uns in die Reihe der Touristen ein und lassen uns von einem Guide die Taufstelle erklären. Wir hatten Glück und unser Guide deckte uns reichlich mit geschichtlichem und archeologischem Wissen ein. Die eigentliche Taufstelle dient nur noch touristischen Zwecken – da hier kein einziger Tropfen Wasser mehr fliesst. Weiter unten ist dann die heutige Taufstelle, wo jährlich Pilger aus der ganzen Welt herkommen um sich taufen zu lassen. Vom einstigen breiten und tosenden Fluss ist nur noch ein schmaler trüber Rinnsaal übrig. Auf unserer Seite die eher rustikale Variante mit Holzsteg und -Treppe, steht hingegen – nur wenige Meter, auf der anderen Flussseite – die modern ausgebaute israelische Taufstelle. Nach einem kurzen Abstecher in eine orthodoxe Kirche – auch andere Kirchen von christlichen Ablegern werden gebaut oder erstrahlen schon in mitten einer trockenen von mannshohen lose verstreuten Büschen bewachsen Gegend – sind wir zurück beim Auto und fahren weiter zum Toten Meer. Beim einzigen öffentlichen Strand auf jordanischer Seite vom Toten Meer lassen wir uns in dem brutal salzigen Meer treiben. Ein verwirrendes Gefühl, im Wasser zu liegen und nicht zu versinken. Auch mit der grössten Anstrengung ist es nur schwer möglich die Füsse unten zu behalten. Ebenso ist es ratsam auf dem Rücken zu schwimmen. Denn nur schon der kleinste Schluck des salzigen Nass im Mund könnte zum Tode führen. Der hohe Salzgehalt von 33% (Mittelmeer 3.5%) bringt die Wände der Lungenbläschen zum platzen und führt zum Erstickungstod. Hält man sich aber an die Regeln, ist dieses schweben ein fantaschtisch entspannendes Gefühl. Nachdem wir noch ein wenig im Süsswasserpool geplanscht haben, wobei uns noch ein grobes Missgeschick passiert ist. Als wir so im Wasser planschten, legten wir unsere Beine mit ausgestreckten Füssen auf den Beckenrad – was bei uns daheim normal ist, gilt in einem Islamischen Land als Anmahsung. Die Fusssohle seinem Gegenüber zu zeigen ist eine grosse Verachtung. Zum Glück haben wir unseren Faux-Pas aber schnell bemerkt und niemand hat sich von uns beschämt gefühlt. Geduscht und etwas müde vom Baden fahren wir mit dem Auto weiter am Toten Meer entlang bis zur Halbinsel Lisan. Dort führt die Strasse links weg den Berg hinauf nach Kerak.

Kerak - Burg und Kings Road

Donnerstat, Freitag, 28. - 29.7.2010
Weltweite Berühmtheit erlange dieses Dörfchen wegen seiner imposanten Burg – zu sehen im Film „Kingdom of heaven – Königreich der Himmel“. Die Burg diente einst als Sitz für Baldun I. um sich gegen den eindringenden Feind zu verteidigen. Es ist schon spät als wir die kurvige Strasse hinauf zur Burg fahren – Besichtigungszeit natürlich schon längst vorüber. Wir genossen den Blick von der Burgbrücke hinuter ins weite Land bei einem kitschig schönen Sonnenuntergang. Bevor es weiter geht zum Hotel, gesellten wir uns in einem Cafe an den Tisch eines Einheimischen der uns zum Kaffee trinken einlädt. Es ist schön wie offen und herzlich man hier immer wieder angesprochen wird und so interessante und spannende Gespräche entstehen können, wo man Land und Leute kennen lernen kann. Als wir ihm erzählen in welches Hotel wir uns eingebucht haben, kriegten wir von ihm die Zustimmung, dass wir eine gute Wahl getroffen haben – da konnten wir ja beruhigt sein. So fahren wir die kurvige Strasse im alten Stadtteil wieder runter um gleich im neuen Teil wieder hoch zu fahren und unser Hotel zu suchen. Unser Reiseführer hat uns aber auch hier exakt zum Ziel geführt – Hotel Al Mujeb. Zimmer beziehen war eine kurze Sache, der Hunger trieb uns nach draussen. Sahen wir doch beim Vorbeifahren ein paar nette Früchte- und Gemüsestände. In unseren Taschen landen Zwiebeln, Brot, Trauben, Äpfel, Tomaten und natürlich Nüsse. Auf dem Weg zurück ins Hotel setzten wir uns in eine Dönerbude und schlemmten zwei lecker, scharfe Fleischrollen. Das Frühstück ist eine eher schnelle Sache, aussreichend, mittlerer Qualität. Koffer gepackt und ihm Auto verstaut, sind wir bereit für die Burgbesichtigung. Der Tipp im Reiseführer mit der Stirnlampe sollte man ernst nehmen – im innern ist es zum Teil zappenduster. On the road again; jetzt weiter durchs trockene, karge, hüglige Landesinnere Richtung Petra. Auf halber Strecke machen wir einen Abstecher ins Dana Naturreservat. Wir parken unser Auto im Dorf Dana bei einer Herberge, wo zwei Männer draussen am Tisch sitzen. Sie laden uns auf einen Tee ein und wir kriegen Tipps, was es hier zu sehen und erleben gibt. Leider haben wir nur ein paar Stunden um nicht zu spät in Wadi Musa zu sein. Das Dorf Dana im oberen Teil eines Talkessels – dem Dana Naturreservat gelegen. Es führen viele einfache schmale Wege aus dem Dorf hinauf, hinunter oder parallel am Hügel entlang. Wir entscheiden uns für das letztere und laufen los, das Dorf immer in Sichtweite. Es war wieder ein heisser Tag, vor allem beim Wandern in der gleissenden Sonne. Die Hitze war es dann auch, die uns zur Umkehr zwang. So stiegen wir abseits der Wanderwege auf den stufenartigen Felsen den Berg hoch. Im Dorf sagte man uns schon, dass wir eventuell auf die Wasserquelle, welche das Dorf mit Trinkwasser und Nahrung für die Fauna rund ums Dorf verantworlich ist, stossen werden. So ist es dann auch. Noch zwei steile Stufen und die Quelle liegt vor uns. Wir wurden freundlich von anwesenden Burschen begrüsst und mit frischen Feigen, die sie vom Baum pflückten, während ihr Silowagen mit Wasser gefüllt wird, beschenkt. Von hier hat man einen fantastischen Ausblick auf den ganzen Talkessel des Naturreservats und links an einer Anhöhe das grün bewachsene Dorf Dana. Von hier laufen wir dem Kanal entlang zurück ins Dorf zum Auto. Bei der Ausfahrt vom Dorf nehmen wir noch einen Anhalter mit. Obwohl ich ihm den Platz vorne anbiete, besteht er darauf hinten ein zusteigen. Ist es für ihn ein nicht gewohntes Bild, wenn die Frau am Steuer sitzt. Während der Fahrt versuchten wir uns so gut es ging zu unterhalten und als wir in im nächsten Dorf absetzten beschenkt er uns mit einem Sack Feigen. Nur ein paar Kilometer weiter kamen zu den Feigen auch noch einen Ladung Äpfel hinzu. Die Äpfel schenkt uns ein Polizist in zivil nachdem er uns angehalten und auf die lockere Radkappe aufmerksam gemacht hat. Ein freundliches Land, als Tourist fühlt man sich ab und zu wie ein König. Unser Weg nach Petra schlängelt sich durch weite, hüglige, sandige und karge Landstriche bis wir endlich im Wadi Musa im Hotel Alanbat eintreffen. Dank Franzi's Verhandlungsgeschick bekommen wir das Zimmer mit Halbpension zu einem sehr günstigen Preis. Für jordanische Verhältnisse ist es eher ein Hotel im oberen Preissegment – dafür mit Pool. Bei angenehmer Abensonne kühlen wir uns im Pool und geniessen den Sonnenuntergang über den Bergen.

Felsenstadt Petra

Freitag, Samstag, 29. - 30.7.2010
Um 8:00 gehts los zum Haupteingang von einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Jordanien: die Felesenstadt Petra. Eines der antiken sieben Weltwunder, erbaut vor über 2000 Jahren von den Nabatäern als Schutz vor den sich immer weiter ausbreitenden Römern. Die Stadt liegt versteckt , umrankt von den Bergen von Edom und (damals) nur zugänglich durch den Sik (Schlucht). Zuerst die üblichen Gebühren bezahlt und um uns den Weg vom Eingang bis zum Sik zu versüssen, nehmen wir das Angebot den Weg reitend zurückzulegen dankend an. Das die zwei Pferdeführer sich als dreiste Abzocker entpuppen, ist ja klar. Die geforderten 20 Dinar zahlen wir natürlich nicht, zumal genau dieser Ritt als inklusive zum Eintrittspreis angpriesen wird. Wir geben ihnen 10 Dinar – mit saurer Miene ziehen sie dann aber ab und finden auch schon die nächsten zahlungskräftigen Kunden. Hier stehen wir nun also, am Eingang zu einem kulturhistorischen Meisterwerk. Der Weg durch die Schlucht durch ausgewaschene Felsen wird am Rand begleitet von einem direkt in den Fels gehauenen Wasserkanal der die Stadt mit Trinkwasser versorgt. Immer enger wird die Schlucht, wo schon Indiana Jones im verborgernen Tempel durchgeritten ist, bis sie sich schliesslich öffnet und den Blick frei gibt auf Kahzne Faraun, die Schatzkammer. Ein etwa 40 Meter hohes und 25 Meter breites, direkt in den Fels gehauenes Schatzhaus. Ab hier befindet man sich in einem Tal, der Vorstadt von Petra sozusagen. Von einem Paar im Hotel bekamen wir den Tipp zuerst auf den Berg Jabal Al-Madbah zu steigen, von wo die Aussicht auf die ganze Felsenstadt am schönsten ist. Die unzähligen Stufen hoch zum Opferplatz steigen wir wie gewohnt rasch hoch immer dabei unser Reiseführer, welcher uns auch hier mit zahlreichen Informationen und etwas Fantasie, die Geschehnisse der früheren Zeit bildlich vor Augen führt. Wir laufen auf dem Plateau noch etwas vor und göhnen uns einen kleinen Imbiss aus dem Rucksack. Die Aussicht auf die Königswand mit den Grabkammern und die Weitläufigkeit der ganzen Stadt von hier oben ist wirklich unvergleichlich. Auf dem Weg hinunter zur Stadt findet man verschiedene Überbleibsel wie Denkmäler oder Wohnhäuser. Ab und zu trifft man auch auf Nomaden die sich mit selbst gemachtem Schmuck etwas dazu verdienen wollen. Wenn es uns gefällt, warum nicht. So kauften wir der älteren Dame mit ihrer Enkelin eine Halskette ab und der kleinen schenkten wir unsere Nüsse vom Markt. Gegen Mittag kommen wir auf dem Hauptplatz an und suchen uns einen schattigen Platz fürs Mittagessen. Wir finden einen, dicht neben dem Stall der Maultiere – etwas stinkig, dafür kühl. Die Besichtigung geht weiter, schliesslich gibt es noch viel zu entdecken. Wir begingen mit den Grabkammern die direkt über userem Mittagsplatz liegen – wie zu erwarten, auch die direkt in den den Fels gehauen. Den genau in diesem Handwerk liegt die Faszination dieses einmaligen Ortes. Wir sehen verschiedene Gräber unter anderem das Palastgrab, das Korinthische Grab oder auch das Soldatengrab welche alle aus dem 1. und 2. Jahrundert